Um die Qualität wie Schneidfähigkeit, Schneidhaltigkeit und Schnittgüte von jedem einzelnen
Nesmuk Messer 100% sicher zu stellen, werden auf jeder Fertigungsstufe differenzierte Tests
durchgeführt - Glasritztest, Nagelprobe, Flextest, Schneidversuche.
Direkt nach dem Härten ist die Klinge in der Lage, Glas zu ritzen. Das ist zugleich Garantie dafür, dass der Stahl
seine größtmögliche Härte von ca. 67 HRC angenommen hat.
Durch die mehrfache Erwärmung verliert der Stahl zwar etwas an Härte, gewinnt aber wesentlich an Flexibilität. Nach dem
Anlassen wird getestet, ob die Schneide dennoch genug Resthärte hat: Die Klinge wird mit Hammerschlägen durch einen
handelsüblichen Nagel getrieben. Die gewünschte Gebrauchshärte von 64 bis 65 HRC ist vorhanden, wenn die Schneidkante
dabei unbeschädigt bleibt.
Dieser Test dient zur Überprüfung der Flexibilität sowie Gefügestruktur der Schneidkante: Man legt die Klinge mit der
Schneide in einem spitzen Winkel von ca. 25 Grad seitlich auf einen runden Metallkörper mit einem Durchmesser von
3 mm. Dann drückt man auf die Klinge bis sich eine Beule ausformt. Die Klinge wird unter beständigem Druck durchrollend
von der Spitze bis zum Klingenansatz geprüft. Brechen Teile aus der Schneide aus, ist sie zu spröde. Verformt sie sich
bleibend, ist sie für den Gebrauch zu weich. Die Klinge, die diesen Test meistert, hat ein feines Gefüge, das in der Lage
ist, trotz der hohen Gebrauchshärte von 65 HRC auf seitlichen Druck flexibel zu reagieren.
Bei diesem Versuch wird die Schneide auf die Kante eines frei in der Hand gehaltenen Stück Papiers aufgesetzt und ohne
schneidende Bewegung durchgedrückt. Der saubere Schnitt beweist exzellente Schärfe und Schneidfähigkeit.
Dieser Test ist der einzige, der mit dem fein geschärften Messer durchgeführt werden darf. Die
anderen genannten Tests würden am fertigen Messer Schäden verursachen.